Knossos im Regen

Nachdem wir herausgefunden hatten, dass es zur Zeit keinen öffentlichen Bus zur Samaria-Schlucht (nach Omalos) von Rethymno aus gibt, haben wir über einen Nahe beim Hotel gelegenen Reiseveranstalter eine Tour dorthin gebucht. Diese sollte heute stattfinden, nur war die Wettervorhersage so schlecht. dass der Veranstalter schon gestern Abend im Hotel angerufen und uns abgesagt hat. Echt nett, denn andere Hotelgäste wurden von ihrem Veranstalter um 6:30 Morgends abgeholt und nach Omalos gefahren – nur um dann dort vor einer geschlossenen Schlucht zu stehen. Wir haben dann ausgeschlafen und sind nach Knossos gefahren.

20150921i6p001_1440Den erste Versuch Heraklion zu erreichen haben wir allerdings nach gut einer Stunde auf total überfluteten Strassen mit im Sturm umherirrenden Mülltonen (die großen mit vier Rädern!) und großen Ästen aufgegeben. In Rethymno zurück war das Unwetter dann inzwischen abgeklungen und wir haben spontan beschlossen ein Fischgeschäft zu suchen und auf dem kleinen Herd in unserem Appartment Garnelen zu kochen.

20150921i6p007_144020150921mp007_144020150921mp010_1440Die Garnelen wurden nur mit Olivenöl und etwas Salz angebraten. Dazu gab es Fladenbrot, das wir wiederum in etwas Olivenöl und Meersalz auf dem Teller tunkten. So lecker haben wir die ganze Zeit über in Kreta nicht gegessen! 🙂

Nach dem Essen haben wir einen zweiten Versuch gestartet nach Heraklion zu fahren, diesmal erfolgreich. Nur die Verkehrsregeln habe ich noch nich verstanden:Die Küstenstrasse ist gespickt mit Radarfallen – fährt man aber z.B. davor wie per Gebotsschild gefordert 50km/h regen sich die Einheimischen darüber auf und überholen im Affenzahn, ohne dass es blitzt!

In Knossos angekommen war es dann leider schon 17:30 Uhr und abweichend von der Information im Internet schloss die Anlage schon 19 Uhr statt wie angegeben eine Stunde später. Dafür hatten wir das Glück noch eine Deutschsprachige Führung zu erwischen sie sehr interessant war – die Minoer hatten fast 2000 Jahre vor Christus schon Toiletten mit Wasserspülung – nicht etwa durch dauernd fliessendes Wasser wohlgemerkt, sonder mit einem einfachen Mechanismus in der Toilettenwand um die Spülung auszulösen! Auch sonst ist die Anlage des Palastes faszinierend – die damaligen Architekten haben bereits Konzpte zur Raumklimatisierung und Beleuchtung mit Tageslicht gekannt die man heute als Stand der Technik ansieht!

Leider hatten wir nach der Führung keine Möglichkeit mehr uns noch einmal in Ruhe umzusehen, zum einen wurde der Regen wieder stärker wurde zum anderen weil die Schliessungszeit nahte und plötzlich überall Wachleute auftauchten die die Besucher wie Schafe mit Trillerpfeifen Richtung Ausgang trieben.